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Android Apps – Für jeden etwas dabei

Wer sein Android-Handy nicht nur zum Telefonieren nutzen will, der wird sich früher oder später auch auf die Suche nach Android Apps begeben. Doch die Welt der Android Apps gleicht mittlerweile einem Dschungel. Zahlreiche Apps zu allen möglichen und unmöglichen Themen, veraltete und brandaktuelle, kostenlose und kostenpflichtige, passend für alle oder nur für bestimmte Android-Mobilgeräte, sinnvoll oder nutzlos – wer soll da noch durchblicken? Hinzu kommt, dass Android Apps süchtig machen. Wer sein Android-Gerät erst einmal als Spiele, Informations-, Musik-, Lern- oder Sonst-etwas-Maschine entdeckt hat, wird nur schwer wieder davon loskommen. Denn sein Handy hat man stets dabei, und Langeweile sollte bei der Vielzahl an Anwendungen kaum noch aufkommen.

400.000 Android Apps – und das Ende der Fahnenstange ist noch lange nicht erreicht

Meist sind bei einem Android-Handy bereits einige gängige Apps installiert. Doch dies reicht selten aus, und der Hunger wächst ja bekanntlich beim Essen. Wer noch nie eine Android App heruntergeladen und installiert hat, muss sich zunächst mit diesem Vorgang ein wenig vertraut machen. Ist diese Hürde erst einmal gemeistert, steht dem Sammeln von Android Apps nichts mehr im Wege – außer vielleicht mangelnder Speicherplatz oder finanzielle Mittel für die kostenpflichtigen Anwendungen.

Erste Anlaufstelle ist Google Play, bisher bekannt unter der Bezeichnung Android Marketplace. Diese App ist standardmäßig bereits auf dem Android installiert. Für den Zugriff benötigt man allerdings ein Google Konto, das in der Regel bei der ersten Inbetriebnahme des Android-Handys eingerichtet wird. Die heruntergeladenen Programme findet man unter Downloads. Der App Launcher ermöglicht es, die App zu starten.

Neben Google Play gibt es noch viele andere Fundstellen für Android Apps. Oft bieten Hersteller ihre Apps direkt auf ihrer Internet-Seite an, und viele Computer-Zeitschriften haben immer wieder neue Apps auf den beigeklebten CDs und DVDs. Beim Tausch mit anderen Anwendern sollten natürlich die rechtlichen Bedingungen berücksichtigt werden. Gekaufte Apps dürfen natürlich nicht weitergegeben werden.

Tipps für die Verwendung von Android Apps

  • Weise wählen: Wer den Android Apps verfallen ist, wird immer wieder in Versuchung geraten, sich die eine oder andere Anwendung herunterzuladen und zu installieren. Doch nicht jede Quelle ist vertrauenswürdig, und die Gefahr, dass man sich ein Programm mit Schadfunktionen an Bord holt, ist nie ganz auszuschließen. So wurde bereits eine Trojaner-App gesichtet, die Telefonanrufe aufzeichnet mit dem Ziel, diese Telefonmitschnitte auf einen Server im Internet zu übertragen.
  • Ausmisten: Misten Sie ab und an das Android-Mobilgerät aus. Apps, die Sie nicht mehr benötigen, die Sie nicht einsetzen oder die aufgrund von zeitlichen Nutzungsbegrenzungen (Demo) nicht mehr einsetzbar sind, sollten Sie deinstallieren und löschen. Dies erhöht die Übersicht und verbessert die Leistungsfähigkeit des Geräts.
  • App schließen: Ganz wichtig ist, dass der Anwender nach dem Beenden einer App diese auch aktiv schließt, indem er den Home-Button für eine gewisse Zeit drückt. Geschieht dies nicht, bleibt die App weiterhin aktiv. Da Android-Geräte multitaskingfähig sind, kann es schnell passieren, dass mehrere nicht mehr benötigte Android Apps einfach weiterlaufen. Dies kostet wertvolle Ressourcen, vor allem Speicher, und das Gerät wird insgesamt langsamer. Dies ist andererseits auch ein Indiz dafür, dass noch eine App läuft. Statt des Home-Buttons kann die Anwendung auch über das Menü "Einstellungen" geschlossen werden. Dazu wird in der Liste der laufenden Anwendungen die zu schließende aufgerufen. Alternativ kann auch die App "Advanced Task Killer" eingesetzt werden.
  • Rechtevergabe prüfen: Prüfen Sie nach jeder Installation die Rechte, die die App beansprucht, und schränken Sie diese gegebenenfalls ein. Zugriff aufs Internet oder Ihre Mails, Telefonliste und sonstige Daten können Sie bei Bedarf immer noch freigeben. Kontrollieren Sie auch die Rechte unbedingt auch nach einem Update einer App.
  • Android Apps am PC: Wenn Sie eine Android App vor der Installation auf dem Handy testen möchten, oder wenn Sie ein cooles Game mal in der Arbeitspause ohne Handy spielen möchten, können Sie sich den kostenlosen Android-Emulator BlueStacks für den PC installieren.

Vorsicht, Falle: Kauffunktion und Datenklau bei Android-Apps

Android Apps sind in jüngster Zeit auch negativ in die Schlagzeile geraten. Verkaufsfunktionen innerhalb von Apps (In-App-Käufe) und Datenschutz-rechtlich bedenkliche Funktionen bringen Kritiker immer wieder auf den Plan.

  • Kostenfalle: Bei den In-App-Käufen lädt sich der Anwender eine zunächst kostenlose App auf sein Gerät, etwa ein Spiel. Innerhalb der App befinden sich Funktionen, die den Anwender mehr oder weniger verdeckt zur Kasse bitten. Dies können zum Beispiel Spielecredits sein, damit man das Spiel weiterspielen kann. Eine echte Falle, besonders für unerfahrene Anwender oder Kinder. Es empfiehlt sich deshalb, die Bezahlfunktion über einen PIN-Code zu sperren. Dazu benötigt man allerdings die Android Market Version ab 3.1. Gegebenenfalls sollte man diese Software über die Autoupdate-Funktion aktualisieren. Die Funktion zum Eingeben und Ändern der PIN befindet sich im Menü "Einstellungen".
  • Datenklau: Nicht minder gravierend ist das Problem, dass diverse Apps zum Beispiel auf Bilder zugreifen können, die auf dem Handy gespeichert sind, und diese auf einen entfernten Server kopieren können. Dazu braucht die App lediglich die Erlaubnis des Anwenders, auf das Internet zugreifen zu dürfen. In der Regel wird man dies auch gestatten, da die Apps häufig online nach Updates suchen und diese bei Bedarf installieren. Sicherer ist es aber, diese Rechte einzuschränken.
  • Kunstprojekte auf Ihrem Handy. Die GAK Berlin plant App für das Smartphone. In Kürze gibt es die aktuellen Ausstellungseröffnungen der Gesellschaft für aktuelle Kunst kostenlos aufs Handy.